Wie haben die Menschen in der Schweiz 2022 elektronische Medien und Geräte genutzt? - zentraljob.ch
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Wie haben die Menschen in der Schweiz 2022 elektronische Medien und Geräte genutzt?

Veröffentlicht am 15.06.2023 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Eine Antwort auf diese Frage gibt die Studie IGEM-Digimonitor, die seit 2014 alljährlich von der
Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) erhoben wird. Bereits zum neunten Mal hat die IGEM-Arbeitsgruppe die Ergebnisse bezüglich der Nutzung von elektronischen Medien und Geräten in der Schweiz präsentiert. Wie sie ausgefallen sind, das und mehr erfahren Sie hier.
Bezahldienst Twint legt 2022 kräftig zu

Die Schweizer Bezahl-App Twint ist der Überraschungssieger der Studie IGEM-Digimonitor, weil er
700´000 Nutzerinnen und Nutzer hinzu gewinnen konnte. Diese Zahl ist beeindruckend, weil Twint im Jahr 2020 lediglich 1,7 Millionen Nutzerinnen und Nutzer - das entspricht 27 Prozent - hatte.

Twint ermöglicht beim Online Shopping, im Supermarkt oder im Hofladen das Bezahlen mit dem Smartphone. Mit der App lassen sich aber auch Spenden sammeln. Insgesamt sind es 3,7 Millionen Menschen in der Schweiz, was 58 Prozent der Bevölkerung entspricht, die mobile Bezahldienste wie Twint, Google Pay und Apple zumindest gelegentlich nutzen.

Social Media: Instagram nähert sich Facebook

In der Schweiz nutzen insgesamt 4,7 Millionen Menschen zumindest gelegentlich eine Social-Media-Plattform. Das entspricht einem Anteil von 72 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Es sind vor allem zwei Bereiche, die signifikanten Zuwachs erfahren haben. 29 Prozent der Bevölkerung, nämlich 1,9 Millionen Schweizerinnen und Schweizer, folgen einer Influencerin oder einem Influencer.

Der zweite Bereich ist das sogenannte Social Shopping. Das bedeutet, dass 11 Prozent der Schweizer Bevölkerung, umgerechnet 740´000 Menschen, aufgrund eines Beitrags in den sozialen Medien ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen. Es sind vor allem 30- bis 40-Jährige, die diese Kaufoption bevorzugt nutzen.

Wachsende Beliebtheit erfährt auch die Social Media Plattform Instagram, die 2022 rund 170´000
Nutzerinnen und Nutzer hinzu gewinnen konnte und sich damit Facebook annähert. Es sind vor allem junge Menschen, bei denen Instagram schon 2017 deutlich beliebter war als Facebook. Gleiches gilt für Snapchat, TikTok und die Gaming-Plattform Discord - von den insgesamt 90´000 Nutzern sind rund 85´000 Männer -, die von Nutzerinnen und Nutzern im Alter zwischen 15 und 24 Jahren häufiger genutzt werden als Facebook.

Anderes gilt für die Social Media Plattform Pinterest, die im Jahr 2022 mit 130´000 Usern Verluste eingefahren hat, während Twitter mit 780´000 vergleichsweise stabil bleibt. Immer beliebter werden in der Schweiz TikTok und das Business-Netzwerk LinkedIn , die zahlenmässig zugelegt haben. Während TikTok rund 860´000 gelegentliche User verzeichnet, nämlich 13 Prozent der Bevölkerung, darf sich LinkedIn über 1,8 Millionen freuen, was einem prozentualen Bevölkerungsanteil von 28 Prozent entspricht.

YouTube weiterhin beliebtestes Streaming-Portal

Bei den Streaming-Portalen hält YouTube weiterhin die Führung, das von 70 Prozent der Schweizerinnen und Schweizern genutzt wird. Netflix kann als einziger Streaming-Dienst an YouTube anschliessen und knackt 2022 erstmals die 3 Millionen Marke. Es folgen Play Suisse - das ist das Schweizer Streaming-Portal der Schweizerischen Radio-und Fernsehgesellschaft (SRG) - mit 1,1 Millionen Nutzerinnen und Nutzern sowie Disney+ mit 1 Million Zuschauerinnen und Zuschauern. Weitere Anbieter sind unter anderem Twitch mit 6,9 Prozent, Sky mit 6,1 Prozent, Amazon Prime mit 5,3 Prozent, RTL+ mit 4,8 Prozent und Apple TV Plus mit 4,9 Prozent.

Festzuhalten ist, dass die Digitalisierung in der Schweiz voranschreitet. Grosser Beliebtheit
erfreuen sich Bezahldienste, E-Banking und Streaming-Dienste. Aber auch die Begeisterung für Social Media nimmt zu, insbesondere Instagram, das nahe an Facebook heranrückt. Unverändert hoch ist auch weiterhin die intensive Nutzung klassischer Medien wie Radio, TV und Kino.