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Die 90-90-1-Regel: ein modernes Modell für effizienteres Arbeiten

Veröffentlicht am 04.10.2021
Die 90-90-1-Regel: ein modernes Modell für effizienteres Arbeiten
Kennen Sie das auch? Sie sind nach dem Arbeitstag unzufrieden, weil Sie Ihrer Meinung nach (und auch nach der Meinung Ihres Chefs) zu wenig geschafft haben? Dann sollten Sie die 90-90-1-Regel unter die Lupe nehmen. Richtig angewandt kann das smarte Modell zur echten Erfolgsstory werden.
Arbeit neu organisieren und profitieren 
Der Kerngedanke der Regel ist simpel: Das Konzept, das aus der Feder des Buchautoren Robin Sharma stammt, empfiehlt es, sich auf das berufliche Projekt zu konzentrieren, das Ihnen den meisten Mehrwert verspricht. Damit diese Fokussierung auch gelingt, wird für dieses Projekt eine festen Zeitspanne im täglichen Joballtag reserviert. Bei dieser Zeitspanne handelt es sich um die ersten 90 Minuten des Arbeitstages. Dies ist kein zufälliger Wert. Auch Schulen und Universitäten nutzen ihn. Es gibt nämlich eine ganze Reihe von Untersuchungen, die zeigen, dass die Aufmerksamkeit von Menschen nach 90 Minuten konzentrierter Arbeit nachlässt. Und solche Forschungen haben ebenfalls eindeutig belegt, dass es bei den meisten Menschen die Morgenstunden sind, in denen besonders konzentriert und kreativ gearbeitet werden kann. Natürlich ist das Konzept aber keine in Stein gemeisselte Regel. Wenn Sie eher am Nachmittag fokussierter arbeiten können, ist es auch möglich, die Zeitspanne zu verschieben.
 
Ein Testlauf von drei Monaten 
Viele Menschen nehmen sich vor, ihre Arbeit effizienter zu gestalten. Doch es gelingt nicht, weil sie das Vorhaben nicht konsequent durchziehen. Das liegt häufig daran, dass sich der Erfolg von Veränderungen erst nach einer gewissen Anlaufzeit einstellt. Robin Sharma empfiehlt allen, die Effizienz in der Arbeit schätzen, drei Monate als Testzeitraum. Drei Monate sind 90 Tage - und dies bezieht sich auf die zweite 90 in der 90-90-1-Regel. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Und das Konzept von Shrama muss erst einmal, mit unserem individuellen Biorhythmus kompatibel sein. Drei Monate sind eine gute Praxis, um dies umzusetzen. Danach können Sie besser bewerten, ob die Arbeitseffizienz besser geworden ist und wie Sie sich bei der neuen Strukturierung Ihres Arbeitstages fühlen.
 
Perfekt vorbereitet ist halb gewonnen 
Ein Schreibtisch, auf dem sich die unbearbeiteten Berge stapeln, ist keine gute Voraussetzung für einen Neustart in Sachen Effizienz. Tipp: Räumen Sie erst einmal gründlich auf, ehe Sie die 90-90-1-Regel dem Test unterziehen. Vielleicht hat das sogar den Vorteil, dass Sie den Arbeitsplatz von einer Menge Kram befreien, der ohnehin in den Papierkorb wandern sollte. Ordnung schafft Raum, das Neue zu integrieren. Probieren Sie aus, wie gut sich das anfühlt. Auch organisatorisch können Sie rund um das neue Konzept ideale Rahmenbedingungen schaffen: Sagen Sie im Büro oder - falls Sie in den eigenen vier Wänden arbeiten - den Kollegen beziehungsweise der Familie Bescheid, dass man Sie nicht stört, wenn Sie gerade in die wichtige Projektarbeit vertieft sind.
 
Auszeiten sind das A und O 
Bauen Sie immer wieder kleine Minipausen in den Tag ein - sowohl in die projektbezogene Arbeit als auch ganz grundsätzlich. Zwei Minuten den Kreislauf ankurbeln, einen Espresso trinken oder lüften sind eine gute Strategie, sich zu vitalisieren. Zudem sollten Sie unbedingt das effektive Monotasking integrieren: Bei dieser Methode werden gleiche Aufgaben gebündelt und zusammen erledigt. Das motiviert, weil viel ökonomisch umgesetzt wird. Das Gefühl, viel geschafft zu haben, beflügelt - das kennen Sie vielleicht.
 
Integrieren Sie einen gesunden Lifestyle 
Effiziente Arbeit - und damit auch der Erfolg der 90-90-1-Regel - setzen voraus, dass Sie fit sind. Uralte Traditionen, zum Beispiel das Yoga, meinen mit dem modernen Begriff der Fitness das ganzheitliche Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele. Aus diesem Grund baut Yoga auf einer Mischung von Asanas (Körperübungen), Atemübungen (Pranayama), Entspannung und Meditation auf. Yoga zählt also ganz sicher zu den Methoden, mit denen Sie den Neustart in Ihr Arbeitsregime besonders entspannt gestalten können. Aber Sport jeder Natur ist eine wertvolle Unterstützung und perfekter Ausgleich von privaten und jobbedingten Anforderungen. Ansonsten ergänzen Sie die 90-90-1-Regel durch gesundes Essen, ausreichend Trinken und viel Schlaf. Gegen den Kaffee als Wachmacher ist nichts einzuwenden. Aber ganze Kannen Kaffee, Nikotin und Alkohol sind eher kontraproduktiv für die optimale Leistung und den tollen Projekterfolg. Ein Konzept - drei Monate. Wetten, dass Sie davon nachhaltig profitieren? Testen Sie es - und sagen Sie es weiter, wenn Sie begeistert sind!