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Mit der richtigen Mitarbeiterführung zum idealen Chef

Veröffentlicht am 06.09.2019
Mit der richtigen Mitarbeiterführung zum idealen Chef
Managen Sie noch oder führen Sie schon Ihre Mitarbeiter? Klar ist: In die Chefrolle müssen Sie hineinwachsen. Das gelingt, indem Sie Ihren Führungsstil finden und typische Stolperfallen vermeiden.

Der Unterschied zwischen Management und Führung
Zu Beginn Ihrer Chefrolle sind Sie viel damit beschäftigt, anstehende Aufgaben im Blick zu behalten, Abläufe zu koordinieren und bestimmte Bereich an die Mitarbeiter zu delegieren. Wichtig, um die gesteckten Ziele zu erreichen, ist nicht nur eine reibungslose Organisation, sondern auch die Mitarbeiterführung. Um die Produktivität und Motivation am Laufen zu halten und zu steigern, müssen Sie daher Potenziale im Team genau kennen, Orientierung vorgeben, Konflikte effektiv erkennen und lösen sowie Strategien ausarbeiten, um die internen Abläufe zu verbessern. Hierbei geht jeder Chef anders vor, was als Führungsstil bezeichnet wird.

Die Arten der Mitarbeiterführung
Jeder Vorgesetzte hat seine eigene Handschrift, doch lassen sich gewisse Muster in der Mitarbeiterführung erkennen. Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Stilen unterschieden. Beim autoritären Führungsstil geben Sie das Heft nicht aus der Hand. Typisches Beispiel ist der klassische Firmenpatriarch. Entscheidungen trifft der Chef im Alleingang, ein Mitspracherecht der Mitarbeiter gibt es nicht. Das kann im schlechtesten Fall zu einem Klima führen, in dem die Angestellten Angst vor ihrem Vorgesetzten haben. Der autoritäre Führungsstil geht häufig mit einem Verlust der Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter einher. Als Chef haben Sie den grossen Vorteil, Entscheidungen zeitnah und zielgerichtet durchzusetzen. Pflegen Sie einen kooperativen Führungsstil, werden Entscheidungen im Team diskutiert und gemeinsam beschlossen. So erhält jeder Mitarbeiter ein Höchstmass an Selbständigkeit. Dieses Vorgehen kann Prozesse verlangsamen. Der Laisser faire-Führungsstil lässt, wie es der französische Begriff andeutet, den Dingen seinen Lauf. Hier entscheidet jeder Mitarbeiter für sich. Bei bestimmten Kreativprojekten mag das funktionieren, doch auf Dauer wird davon die Arbeitsmoral unterhöhlt. Das Fehlen einer Richtung mündet meist ins Chaos. Als guter Chef haben Sie sich intensiv mit jedem Führungsstil auseinandergesetzt und wissen, in welcher Situation welche Strategie angebracht ist. So finden Sie schnell Ihren persönlichen Mix aus den Führungsstilen, der Sie authentisch bleiben lässt.

Achtung, Stolperfalle: Diese Fehler sollten Sie als Vorgesetzter vermeiden
Wichtig ist, dass Sie am Anfang auf dem Chefsessel die folgenden Fehler vermeiden:

1. Mangelnde Perspektiven: Mitarbeiter brauchen Ziele, um zu wachsen. Führen Sie regelmässig Einzelgespräche und legen Sie neue Meilensteine fest.

2. Keine Rückmeldung: Ob gute oder schlechte Leistung-Ihre Mitarbeiter müssen wissen, woran Sie sind. Lob und konstruktive Kritik helfen dabei, die Produktivität zu steigern.
 
3. Zu viel Kontrolle: Manche Chefs möchten nichts aus der Hand geben. Delegieren Sie Aufgaben und Verantwortung, um das Selbstbewusstsein der Teammitglieder zu stärken.
 
4. Fortbildungsbremse: Neue Impulse lassen ein Team wachsen. Fordern und fördern Sie daher regelmässige Weiterbildungen der Mitarbeiter.

5. Schlechtes Betriebsklima: Respekt verdienen Sie sich nicht, indem die Mitarbeiter Sie fürchten. Sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre, in der auch Probleme offen artikuliert werden können.

6. Fehlen von Lob: Sie haben den Grossauftrag erhalten? Wunderbar, dann lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, wie stolz Sie auf deren Leistungen sind. Lob spornt an.

7. Fehler abwälzen: Ein guter Chef ist nicht perfekt und kann das auch zugeben. Stehen Sie ein für Ihre Fehler und wälzen Sie nichts auf Mitarbeiter ab.