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Die zehn häufigsten Fehler bei Gehaltsverhandlungen

Veröffentlicht am 22.08.2019
Die zehn häufigsten Fehler bei Gehaltsverhandlungen
Sie sind der Meinung, Sie verdienen zu wenig? Dann ist es Zeit, den Chef nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Hier erfahren Sie, welche zehn Fehler Sie vermeiden sollten, wenn Sie eine Lohnverhandlung führen.
 
1. Private Probleme erwähnen
Das neue Haus oder die teuren Hobbys der Kinder belasten Ihre Kasse? Diese Probleme sind für Ihren Chef irrelevant. Überzeugen Sie Ihren Vorgesetzten stattdessen mit Ihren bisherigen Leistungen und Ihrer zuverlässigen Arbeitsweise, die eine entsprechend höhere Entlohnung verdient.

2. Kollegen als Maßstab
Chefs wissen ganz genau, wer ihr bestes Pferd im Stall ist. Das ist für Sie trotzdem kein Grund, Arbeitshaltung, Gehalt und Leistungen Ihrer Kollegen als Vergleich in der Gehaltsverhandlung zu thematisieren. Schließlich geht es darum, welche Erfolge Sie feiern und welcher Verantwortung Sie gerecht werden.

3. Zu bescheiden sein
Gehen Sie aktiv in die Gehaltsverhandlung und fragen Sie nicht nach der eventuellen Möglichkeit einer Lohnerhöhung. Wenn Sie sich Ihres Wertes bewusst sind, können Sie das Gespräch selbstbewusst angehen und in Dialog mit dem Vorgesetzten treten, statt nur zuzuhören.

4. Die Nase hochtragen
Ohne Sie läuft der Laden nicht? Das mag sein, aber Ihr Chef wird Ihnen das als Arroganz auslegen. Holen Sie sich vor dem Gespräch Feedbacks zu Ihren Leistungen ein, die Sie als Verhandlungsgrundlage nutzen können.
 
5. Keine Kündigung androhen
Möglich, dass es in der Gehaltsverhandlung heiß hergeht. Lassen Sie sich jedoch nicht hinreißen, Ihrem Vorgesetzten mit der Kündigung zu drohen. Der wird sich erpresst fühlen und am Schluss bleibt Ihnen vielleicht keine andere Möglichkeit, als Ihre Drohung wahrzumachen. Betonen Sie im Gespräch besser Ihren Marktwert.

6. Passive Formulierungen
"Hätte", "würde", "könnte" sind Formulierungen, die in einer Gehaltsverhandlung nichts zu suchen haben. Der häufige Gebrauch des Konjunktivs macht Sie zum Bittsteller. Verwenden Sie aktive Formulierungen und streichen Sie während der Verhandlung auch Worte wie "eventuell", "möglicherweise" und "vielleicht" aus Ihrem Vokabular. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Körpersprache mit den Worten zusammenpasst.

7. Zu ehrlich sein
Eine Gehaltserhöhung bewegt sich im Rahmen von 5 bis 15 %. Wenn Sie diese Summe kommunizieren, haben Sie schlechte Karten. Denn als Repräsentant der Firma wird der Chef Sie schon alleine aus wirtschaftlichen Gründen herunterhandeln. Setzen Sie Ihr Wunschgehalt daher höher an, aber nicht mehr als 20 %.

8. Der falsche Zeitpunkt
Legen Sie den Termin auf einen Tageszeitpunkt, an dem Ihr Chef besonders angenehm ist oder gerade aus dem Urlaub kommt. Neben persönlichen Gesichtspunkten gibt es in jeder Firma Eckdaten wie die Budgetplanung oder ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt, zu denen Vorgesetzte besonders milde sind.

9. Unvorbereitet ins Gespräch gehen
Ihre Chancen auf eine Gehaltserhöhung steigen, wenn Sie Ihrem Chef kommunizieren, welchen Mehrwert Sie für das Unternehmen haben. Sammeln Sie vorab Ihre Erfolge und lassen Sie diese als Argumente in die Verhandlung einfließen.

10. Bestätigung vergessen
Hat der Chef zugesagt, dürfen Sie nicht vergessen, sich die Lohnerhöhung schriftlich bestätigen zu lassen. Das geht auf einer Gesprächsnotiz, aber auch per E-Mail.