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Eine Auszeit vom Job - das müssen Sie bei der Planung eines Sabbaticals beachten

Veröffentlicht am 04.05.2023 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Eine Auszeit vom Job kann viele positive Faktoren nach sich ziehen. Sie haben Zeit für sich selbst und für Ihre Hobbys. Sie können reisen, Ihr Haus oder Ihre Wohnung neu gestalten, Ihre Heimat entdecken, eine neue Sprache erlernen oder Zeit im Ausland verbringen. Während eines solchen Sabbaticals sind Sie in Ihren Entscheidungen und in Ihren Aufenthaltsorten vollkommen frei. Dies gilt auch dann, wenn Sie in einem Arbeitsverhältnis stehen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Auszeit mit Ihrem Arbeitgeber abgesprochen ist und dass Sie von der Arbeit freigestellt sind.
Rechtzeitig mit der Planung beginnen

Wenn Sie nach Ihrem Sabbatical in Ihrem Job weiterarbeiten möchten, gilt es, rechtzeitig mit der Planung anzufangen. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Chef und erzählen Sie von Ihrem Vorhaben. Fragen Sie, ob Sie für den gewünschten Zeitraum eine Freistellung bekommen und erkundigen Sie sich nach Möglichkeiten der Lohnfortzahlung.

Diese können Sie realisieren, indem Sie ein Arbeitszeitkonto aufbauen, sich Überstunden anschreiben lassen oder für einen gewissen Zeitraum auf Ihren Lohn oder Ihr Gehalt verzichten. Alternativ nehmen Sie unbezahlten Urlaub. Der Unterschied liegt darin, dass Sie während des unbezahlten Urlaubs gar kein Gehalt beziehen und dass Sie eine Krankenversicherung abschliessen müssen.

Sabbatical und der Lebenslauf

Sie müssen das Sabbatical nur dann im Lebenslauf berücksichtigen, wenn es sich um eine wirkliche Auszeit handelt, in der Sie nicht bei einem Arbeitgeber beschäftigt sind. Dies ist der Fall, wenn Sie Ihr Arbeitsverhältnis kündigen, um sich nach dem Sabbatical neu zu orientieren.

Sollten Sie mehr als ein halbes Jahr Sabbatical planen, ist es wichtig, dass Sie für Ihren Lebenslauf eine entsprechende Umschreibung finden. Sie können Inhalte angeben, denen Sie sich im Sabbatical gewidmet haben. Es ist aber auch möglich, einfach von einem Sabbatical zu sprechen, denn dieses hat sich in der Arbeitswelt mittlerweile etabliert.

Den Karriereknick vermeiden

Ein Sabbatical muss nicht zwangsläufig zu einem Karriereknick führen. Bei einer guten Planung und der intensiven und offenen Absprache mit dem Arbeitgeber nimmt Ihre Karriere durch das Sabbatical keinen Schaden. Im Idealfall können Sie bereits vor dem Antritt der Auszeit mit Ihrem Chef abstimmen, wie Sie danach eingesetzt werden. Im Lebenslauf brauchen Sie eine unbezahlte Freistellung nicht zu erwähnen, da Sie im Betrieb beschäftigt bleiben.

Die Auszeit nach einer Kündigung kann ebenfalls gut genutzt werden. Schreiben Sie in Ihrem Lebenslauf, dass Sie sich einer Neuorientierung gewidmet haben. Dies wird positiv gewertet, wenn diese Neuorientierung auch wirklich gelingt und Sie danach nahtlos in einen neuen Job wechseln. Auch eine Selbstständigkeit ist möglich. Insgesamt gilt, dass Sie mit einer perfekten Planung die Auszeit nutzen können, ohne Ihrer Karriere zu schaden.