ChatGPT im Recruiting: Welchen Nutzen bietet der Chatbot? - zentraljob.ch
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ChatGPT im Recruiting: Welchen Nutzen bietet der Chatbot?

Veröffentlicht am 11.05.2023 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Seit Ende November ist ChatGPT für die Öffentlichkeit zugänglich und verzeichnet im Januar 2023
bereits 100 Millionen User. Während die einen das KI-Tool bereits mit Begeisterung nutzen, fragt
sich mancher Arbeitnehmer und Selbstständige in verschiedenen Branchen, inwieweit der Chatbot im Job nutzen und möglicherweise die eigene Arbeitskraft ersetzen könnte. Das gilt auch für den
HR-Bereich, und so stellt sich die Frage: Was ist ChatGPT, und welchen Nutzen bietet das KI-Tool im Recruiting?
ChatGPT - was ist das?

ChatGPT wurde von dem US-amerikanischen Unternehmen OpenAI mit Sitz im kalifornischen San
Francisco entwickelt und steht in der ersten Variante Nutzern seit Ende November 2022 kostenlos zur Verfügung. Zu den zentralen Geldgebern der Organisation gehören Elon Musk und Microsoft. Diese künstliche Intelligenz (KI) hat die Fähigkeit, natürlich klingende Konversation in Form eines Chatbots zu ermöglichen. Dies geschieht unter Verwendung von maschinellem Lernen und durch die Nutzung natürlicher Sprachverarbeitung in Echtzeit.

Für private und berufliche Nutzer wichtig zu wissen ist, dass der Chatbot bis zum Jahr 2021 trainiert, also mit Datensätzen gefüttert wurde. Auch wenn er nicht auf dem neuesten Stand ist, kann er wertvolle Informationen liefern und Fragen beantworten. Voraussetzung für die Nutzung von ChatGPT ist ein Prompt. Das ist eine kurze Aufforderung oder Frage, die an die KI gestellt wird, um eine passende Antwort zu generieren.

Der Prompt muss spezifisch genug sein, um eine klare Antwort zu erhalten, und kann in natürlicher Sprache formuliert sein. Insoweit ist ein Prompt vergleichbar mit einem Auftrag, den Sie einer Person erteilen.

Anwendungsbeispiele für ChatGPT im Recruiting

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ChatGPT im Recruiting einzusetzen.
  1. Stellenbeschreibungen formulieren: Massgeblich ist der Prompt, in dem Sie eine klare Arbeitsanweisung in Bezug auf die Inhalte geben. Nach ein wenig Feinschliff ist die Stellenbeschreibung im Handumdrehen fertig.
     
  2. Suchmaschinenoptimierung: ChatGPT ist in der Lage, passende Meta Daten und einen Titel für die Stellenanzeige zu definieren, um die Stellenanzeige für Suchmaschinen zu optimieren. Wichtig ist, die Anzahl der Zeichen für den Meta Title und die Meta Description vorzugeben und diese anschliessend sorgfältig auf ihre Richtigkeit zu prüfen.
     
  3. Anfertigen von E-Mail Templates: ChatGPT kann nach Ihren Anweisungen Vorlagen erstellen, die Sie immer wieder verwenden können. Allerdings ist auch hier ein Feinschliff vonnöten. Solche Vorlagen lassen sich einfach und schnell in Bewerbermanagement-Software integrieren.
     
  4. Verfassen von personalisierten E-Mails: Die künstliche Intelligenz kann auch personalisierte E-Mails erstellen. Beispiele sind Bestätigungsschreiben für den Bewerbungseingang, Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch und auch Absagen.
     
  5. Erstellen von Interviewfragen: Das Chatbot kann helfen, Interviewfragen zu generieren, um die Hard Skills und Soft Skills geeigneter Bewerber zu prüfen.
     
  6. Active Sourcing auf Job- und Social Media Plattformen: Es ist vergleichsweise einfach, auf verschiedenen Plattformen Talente zu finden. Schwieriger ist jedoch, diese für ein Unternehmen zu begeistern. ChatGPT kann helfen, ein ansprechendes Schreiben zu formulieren, um die Aufmerksamkeit der interessanter Talente zu bekommen.
     
  7. Erstellen eines Onboarding-Plans: Das KI-Tool kann durch einen Onboarding-Plan helfen, neue Mitarbeiter gezielt in das Unternehmen zu integrieren.
ChatGPT kann im Recruiting unterstützend tätig sein. Keinesfalls sollten Sie die Antworten, die das KI-Tool produziert, vollumfänglich übernehmen. Stattdessen ist es wichtig, diese einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen. Das gilt umso mehr, wenn es sich um externe Kommunikation mit potenziellen Kandidaten handelt.

Unterlaufen hier Fehler, kann sich das ganz schnell negativ auf das Firmenimage auswirken. Insgesamt ist ChatGPT eine wertvolle Hilfe im Recruiting. Allerdings kann das KI-Tool keine Recruiter ersetzen, bei denen menschliche Fähigkeiten, wie Empathie, Verhandlungsgeschick und Kommunikationsfähigkeiten gefragt sind.