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Was gehört in einen guten Lebenslauf?

Veröffentlicht am 03.11.2022 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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​Der Lebenslauf ist eine lückenlose Auflistung Ihrer Ausbildung und bisherigen beruflichen Aktivitäten. Zusammen mit dem Bewerbungsschreiben entscheidet er massgeblich über den Erfolg oder Misserfolg Ihrer Bewerbung. Deshalb lohnt es sich, dass Sie sich intensiv mit dem Thema befassen und ausreichend Zeit für seine Gestaltung aufwenden. Was in einen guten Lebenslauf gehört, und welche Regeln Sie beim Verfassen beachten sollten - informieren Sie sich hier!
Lebenslauf: Inhalt und Aufbau

Der Lebenslauf, der auch Curriculum Vitae (CV) genannt wird, sollte diese Themenbereiche beinhalten:
  • Personalien
  • Schulbildung, Ausbildung, akademische Bildung
  • Weiterbildungen
  • Verlauf der bisherigen beruflichen Laufbahn
  • Besondere Fähigkeiten und Kenntnisse
  • Ausserberufliche Erfahrungen

Zu den Personalien gehören neben der Adresse und Ihren Kontaktdaten auch das Geburtsdatum, der Geburtsort, der Zivilstand sowie die Anzahl Ihrer Kinder und der jeweilige Jahrgang. Sofern Sie bereits älter sind und über Berufserfahrung verfügen, reicht es in Bezug auf die Schulbildung aus, lediglich die Maturität zu nennen. Aus Platzgründen kann es sinnvoll sein, Schulbildung, Ausbildung und Weiterbildung gemeinsam aufzuführen. Sind jedoch die Ausbildung oder eine Weiterbildung für den ausgeschriebenen Job sehr wichtig, sollten sie separat beschrieben werden. Dabei ist es sinnvoll, mehrere Weiterbildungen nicht chronologisch, sondern thematisch zu gruppieren.

Insgesamt ist der Lebenslauf anti-chronologisch aufgebaut. Das bedeutet, dass Sie mit der aktuellsten Anstellung beginnen und die Auflistung mit Ihrer ersten Anstellung beenden. Für Bewerber ist der Lebenslauf eine Visitenkarte, die sauber und fehlerfrei gestaltet sowie optisch ansprechend präsentiert werden sollte.

Lücken im Lebenslauf - wie gehe ich damit um?

Nicht selten kommt es vor, dass ein Lebenslauf Lücken aufweist, die Sie elegant umschreiben können. Sofern Sie am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn stehen und im Anschluss an die Schule nicht sofort gearbeitet haben, bietet es sich an, als Lückenfüller Auslandsaufenthalte, Praktika, gemeinnützige Arbeit oder Tätigkeiten in einem Verein anzugeben. Sofern Sie seit längerer Zeit ohne Anstellung sind, können Sie im Lebenslauf die Anstrengungen aufführen, die Sie unternommen haben, um eine neue Stelle zu finden. Beispiele sind Praktika, Hobbys, Weiterbildungen oder auch das Anfertigen eines Kompetenzprofils.

Worauf Recruiter in einem Lebenslauf achten

Abhängig vom Stellenangebot kann es passieren, dass Recruiter Bewerbungen im dreistelligen Bereich erhalten. Um diese Menge an Kandidaten sichten zu können, ist eine schnelle und strukturierte Arbeitsweise vonnöten. Deshalb ist das Hauptaugenmerk neben dem Bewerbungsschreiben auf den Lebenslauf gerichtet, wobei Recruiter vor allem auf diese Feinheiten achten:
  1. Schreiben Sie einen individuellen Lebenslauf, der auf das jeweilige Stellenangebot zugeschnitten ist. Das gilt übrigens für alle Bewerbungen, die Sie verschicken. Deshalb reicht es nicht aus, einmal Zeit in einen Lebenslauf zu investieren und diese "Urfassung" allen Bewerbungen beizulegen. Stattdessen wird der Lebenslauf an das jeweilige Stellenangebot angepasst. Das ist umso wichtiger, je umfangreicher Ihre Kompetenzen, Fähigkeiten und Ihre Berufserfahrung sind. Dann kann es passieren, dass nur einige Fertigkeiten zu der ausgeschriebenen Stelle passen, die Sie besonders hervorheben, während Sie auf die Erwähnung nicht relevanter Details verzichten.
     
  2. Lebensläufe werden meistens aus Sicht des Bewerbers geschrieben. Es ist jedoch viel wichtiger, die Sichtweise des Recruiters einzunehmen. Er wird sich bei jedem Bewerber fragen, welchen konkreten Nutzen seine Ausbildung, Kenntnisse und Fähigkeiten für das Unternehmen haben. Umso wichtiger ist, dass Sie die einzelnen beruflichen Stationen sorgfältig beschreiben und einen Zusammenhang zu den im Stellenprofil geforderten Angaben herstellen.
     
  3. Gestalten Sie Ihren Lebenslauf übersichtlich. Nur wenn er gut strukturiert und das Wesentliche gegebenenfalls durch Fettdruck oder Kursivschrift hervorgehoben wird, ist der Recruiter in der Lage, innerhalb von Sekunden Ihre Geeignetheit in Bezug auf die ausgeschriebene Position zu prüfen.

Es lohnt sich deshalb, eine Stellenanzeige vorab genau zu analysieren und sich zu überlegen, welche Etappen Ihres Werdegangs besonders gut zu der ausgeschriebenen Position passen. Darauf legen Sie im Lebenslauf den Schwerpunkt, indem Sie diese Übereinstimmungen hervorheben.