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Gestresst? So bewältigen Sie die Belastung!

Veröffentlicht am 07.10.2021
Gestresst? So bewältigen Sie die Belastung!
Ständige Überforderung im Job oder auch privat? Das kann krank machen. Erkennen Sie Ihr Stresslevel und lernen Sie, wieder entspannter zu sein. Dieser Beitrag leistet Ihnen einen wertvollen Überblick, was Sie gegen die Belastung tun können.
Was es bedeutet, chronisch gestresst zu sein 
Wir alle kennen die anstrengend Phase im Job. Beim einen ist es das Projekt, das kurz vor dem Abschluss steht und bei dem es dennoch noch so vieles zu tun gibt. Beim anderen ist es das Telefon, das den ganzen klingelt und ungestörtes Arbeiten torpediert. Doch solange der Stress eine temporäre Sache ist und wir uns immer wieder gut erholen, kann man das Ganze getrost in die Kategorie "normale Alltagshektik" einordnen. Kritisch wird es erst dann, wenn eine konstante Überbelastung vorhanden ist. Denn dies kann eine ganze Reihe stressbedingter Erkrankungen auslösen. Beispiele dafür sind das Magengeschwür, der Herzinfarkt oder der Burnout. Sollten Sie also meinen, den ganzen Stress nicht mehr bewältigen zu können, sollten Sie die berühmte Reissleine ziehen.
 
Beschwerden ohne organische Ursache? Es könnte Stress sein! 
Wenn Sie unruhig sind, Ängste oder depressive Verstimmungen haben, schlecht schlafen oder nervös sind, können Sie diese Symptome vermutlich leicht mit dem stressigen Beruf zusammenbringen. Doch nicht alle Beschwerden sind der Überforderung klar zuzuordnen. Dafür gibt es unzählige Beispiele. Die sexuelle Unlust und die Infektanfälligkeit. Die Herz-Kreislauf-Probleme und alle Symptome rund um Funktionsstörungen von Magen und Darm. Und natürlich die ganze Palette der Beschwerden rund um das Stütz- und Bewegungssystem, die durch Verspannungen und Fehlhaltungen ausgelöst werden. Weitere Klassiker sind Kopfschmerzen und Schwindel ohne organische Befunde. Der gute Hausarzt kann Ihnen wertvolle Unterstützung bieten - eventuell auch durch die Überweisung zum Psychologen.
 
Lernen Sie die Stressampel kennen! 
Der bekannte Psychologe Gert Kaluza hat in diesem Zusammenhang eine Stressampel entwickelt. Sie unterstützt Betroffene dabei, ihren Stress zu erkennen, zu bewerten und zu bewältigen. Zunächst gilt es die Aufgabe der roten Ampelphase zu bearbeiten: Welche Auslöser für Stress gibt es bei Ihnen im beruflichen und privaten Bereich? Danach ist die gelbe Phase an der Reihen: Gibt es Dinge, mit denen Sie sich selbst Stress bereiten - etwa, wenn Sie aus Ehrgeiz jedes Projekt bearbeiten, was Ihnen in die Hände fällt? Die grüne Ampelphase beschäftigt sich mit Ihren Stressreaktionen. Werden Sie depressiv? Wütend? Lustlos? All diese Erkenntnisse aus den drei Ampelphasen können Sie nutzen, um Stressabbau und - ganz wichtig - Stressvermeidung zu lernen.
 
Was Sie im Unternehmen tun können 
Wenn Sie vielleicht ein selbstsicherer und erfolgreicher Typ sind, wird man es eventuell nicht vermuten, dass Sie gestresst sind. Und so kann ihnen auch niemand wertvolle Unterstützung bieten. Sprechen Sie offen über die Problematik - entweder mit dem Chef oder einem Kollegen. Manchmal ist Solidarität ausgeprägter, als man vermutet. Vielleicht können Aufgaben besser aufgeteilt werden? Und wenn auch Ihre Kollegen überfordert sind, ist es vielleicht eine gute Option, noch einen Mitarbeiter ins Team zu holen.
 
Schaffen Sie sich ausreichend Pausen und Erholungsinseln im Betrieb. Nutzen Sie den bewährten Anti-Stress-Ball oder bringen Sie die Yogamatte mit, die Sie in der Mittagspause im Personalraum oder einem leeren Büro ausrollen. Bringen Sie sich knackiges Obst und Gemüse als vitaminreiche Snacks mit und belohnen Sie sich in der Kaffeepause mit einem Espresso. Ausreichend trinken ist ebenfalls wichtig - ideal sind Wasser und Tee.
 
Resilient werden! 
Resilienz ist die Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen. Sie kennen das sicher. Es gibt Kollegen, die schon bei der kleinsten Kleinigkeit gestresst sind. Andere sind der Fels in der Brandung. Diese Beschreibung demonstriert vielleicht schon, dass es sich bei dieser Eigenschaft auch um etwas handelt, was teilweise angeboren ist. Die gute Nachricht ist aber: Sie können Resilienz auch lernen. Und eine gute Basis dafür ist es, dass Sie im privaten Umfeld möglichst optimale Verhältnisse haben. Partnerschaft, Freude, Hobbys - dies alles leistet einen idealen Beitrag als Ausgleich für den stressigen Job. Und: Belohnen Sie sich regelmässig für Ihre Leistungen. Das haben Sie verdient!