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Frühlingsgefühle: Was sie bedeuten und wie Sie sie nutzen

Veröffentlicht am 29.03.2021
Frühlingsgefühle: Was sie bedeuten und wie Sie sie nutzen
Setzt sich endlich der Frühling durch, spielen oft die Hormone verrückt. Das Wohlbefinden und die Zuversicht steigen und damit unweigerlich auch die Motivation - alles scheint jetzt möglich. Was aber hat es wirklich auf sich mit den Frühlingsgefühlen? 
Wenn die Tage allmählich spürbar länger werden und die Temperaturen steigen, kommen die Frühlingsgefühle. Bald schon verblasst auch die Erinnerung an Tage, in denen man im Dunkeln aus dem Bett gestiegen und bei Dunkelheit heimgekehrt ist. Die Luft verändert sich und man kann dabei zusehen, wie die Welt um einen herum erwacht. Die gute Laune, die der Frühling uns beschert, kann in dieser Zeit auch als kräftiger Motivationsschub genutzt werden. 
 
Wie entstehen Frühlingsgefühle? 
Tageslicht im Allgemeinen und vor allem die Sonne lösen im Gehirn eine verstärkte Ausschüttung von Glückshormonen. Dopamin und Serotonin bewirken, dass wir uns glücklicher fühlen und lassen dabei unsere Aktivität und die Unternehmungslust ansteigen. Ein angenehmeres Klima lässt zugleich die Kleidung wieder knapper werden und so ist es kaum verwunderlich, dass sich die "Frühlingsgefühle" vor allem auf die Partnersuche beziehen. In dieser Zeit verlieben sich die meisten Menschen. Auch in der Tierwelt geht es mindestens genauso turbulent zu. Hier wird jetzt gebalzt, Nester werden gebaut und Nachwuchs grossgezogen. 
 
Was Hormone bewirken 
Das Zusammenspiel der Glückshormone hat eine ganze Reihe positiver Auswirkungen, die sich gegenseitig sogar noch verstärken können. Ängste und Unsicherheiten lassen nach und die depressive Verstimmung der dunklen Jahreszeit verblassen. Der Stoffwechsel beschleunigt sich und ein Sättigungsgefühl ist schneller erreicht. Dadurch verlieren wir leichter die ersten Pfunde des Winterspecks, fühlen uns energetischer und wohler. Durch das Plus an Tageslicht sinkt nebenbei auch der Melatoninspiegel, was die Müdigkeit vertreibt. Parallel dazu kann der Körper mehr Vitamin D herstellen, das als Vorstufe zu Hormonen gilt. Darüber hinaus ist es für den Aufbau von Zähnen und Knochen, die Muskeln und das Immunsystem wichtig. 
 
Frühlingsgefühle oder Frühjahrsmüdigkeit? 
Längst nicht alle Menschen reagieren auf die gleiche Weise auf den Wechsel der Jahreszeit. Gerade in den ersten Wochen macht sich oftmals eher das Gegenteil bemerkbar: die Frühjahrsmüdigkeit. Wer darunter leidet, kommt morgens schon schwer aus dem Bett und ist auch im Lauf des Tages kaum weniger antriebslos. Um die andauernde Lustlosigkeit schneller zu überwinden, helfen einige Tricks, die Sie in Ihren Alltag einbauen können, wie frühes Aufstehen, Wechselduschen und Bewegung im Freien und am besten viel Sonne tanken. 
 
Einbildung oder Realität? 
Welche Auswirkungen Licht hat, das auf die Hautoberfläche trifft, ist gründlich erforscht. Dass wir bei strahlendem Sonnenschein i. d. R. viel besser gelaunt und voller Tatendrang aus dem Bett steigen als an einem dunklen, grauen Morgen, ist also keineswegs Einbildung. Ebenso eindeutig ist die emotionale Wirkung von höheren Konzentrationen an Serotonin und Dopamin. Ob sich damit allein schon Frühlingsgefühle erklären lassen, ist allerdings nicht sicher. Es ist gut möglich, dass der Mensch im Laufe des Lebens auch "gelernt" hat, dass der Frühling all die angenehmen Veränderungen mit sich bringt und sich entsprechend verhält. Für Tiere ist es eine Frage des Überlebens, wann sie eine Familie gründen. Und im Frühling findet sich schlicht sehr viel mehr Nahrung. 
 
Berufliche Veränderungen 
Mit den Frühlingsgefühlen steigt unweigerlich unser Energielevel, was der eigenen Motivation zugutekommt. Diesen Schub können Sie auch in produktiver Hinsicht für sich nutzen. Wer z. B. schon länger ein grösseres oder unangenehmes Projekt vor sich herschiebt, findet jetzt einen idealen Zeitpunkt, es endlich anzugehen. Die bessere Laune sorgt nämlich dafür, dass wir sehr viel zuversichtlicher auf die Dinge blicken und uns auch bei kleineren Schwierigkeiten und Rückschlägen nicht gleich entmutigt zurückziehen. Vielleicht wollten Sie schon länger mit dem Joggen oder einer anderen Sportart im Freien starten, hatten bei eisigen Temperaturen und glatten Strassen aber noch nicht die richtige Motivation dafür? Ein weiterer Klassiker wäre wohl der ausgiebige Frühjahrsputz, bei dem auch Ecken des Hauses einbezogen werden, die man sonst gewissenhaft ignoriert. Anstatt aber nur den Dachboden zu entrümpeln, können Sie die Reinigungsaktion auch auf den beruflichen Teil Ihres Lebens anwenden. Vielleicht möchten Sie sich gerne weiterbilden und eine zusätzliche Qualifikation erreichen? Oder spielen Sie mit dem Gedanken den Job oder sogar die Branche zu wechseln und einen ganz neuen Weg einzuschlagen? Jetzt wäre dafür die beste Zeit, denn eine aktive und optimistische Herangehensweise ist die optimale Voraussetzung für einen solchen Schritt. Hinzu kommt, dass in Unternehmen zum Frühjahr hin meist neue Stellen ausgeschrieben werden, was während des Winters seltener passiert.