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Arbeitswütiger Chef? So vermeiden Sie es, selbst zum Workaholic zu werden

Veröffentlicht am 21.01.2021
Arbeitswütiger Chef? So vermeiden Sie es, selbst zum Workaholic zu werden
Haben Sie sich schon gefragt, ob Ihr Chef überhaupt irgendwann nach Hause geht? Oder wann er schläft? Trudelt die erste E-Mail von ihm ein, bevor Sie überhaupt aufgestanden sind? Dann legt Ihr Chef die Messlatte für das eigene Arbeitspensum ziemlich hoch. Müssen Sie deshalb auch zum Workaholic werden? Glücklicherweise nicht. 
Gleitzeit-Möglichkeiten nutzen: Der frühe Vogel fängt vielleicht den Wurm - aber wer noch nach offiziellem Büroschluss am Arbeitsplatz sitzt, wird eher als engagierter Mitarbeiter wahrgenommen. Fangen Sie einfach später an, wenn das möglich ist! Das bringt mehr Anerkennung bei gleicher Arbeitszeit. 
 
Falsche Erwartungen aufgeben: Sie glauben vielleicht, dass Ihr Chef von Ihnen die gleiche Arbeitswut erwartet, die er selbst zeigt, aber das muss gar nicht stimmen. Arbeiten Sie engagiert und zeigen Sie Bereitschaft zur Mehrarbeit in Spitzenzeiten - das zeichnet einen wertvollen Mitarbeiter aus. Ein Workaholic im Team signalisiert dem Chef möglicherweise, dass er selbst Ambitionen auf den Chefsessel hat. 
 
Private Termine verbindlich planen: Ist da noch eine wichtige Sache, die Sie ja mal eben erledigen können, bevor Sie Feierabend machen? Informieren Sie die Kollegen und Ihren Chef über Termine, die Sie nicht absagen können (und wollen). Dazu gehören etwa Freizeitaktivitäten wie Sprach-, Sport- oder Kochkurse, der Zeitpunkt, an dem Ihr Kind vom Kindergarten abgeholt werden muss oder auch die Abfahrzeit Ihres Zuges. 
 
Grenzen absprechen und einhalten: Ein guter Vorgesetzter weiss, dass seine Mitarbeiter auch Schlaf, ein soziales Leben und Freizeit brauchen. Wenn Freizeit, Familie, Freunde und Erholung dauerhaft und nicht nur in Spitzenzeiten unter dem Arbeitspensum leiden, müssen Sie mit Ihrem Vorgesetzten Absprachen treffen - zum Beispiel über ungestörte Wochenenden und andere Aufgabenverteilung. Nicht immer erwartet ein Workaholic-Chef von Ihnen den gleichen Einsatz. Doch bei denen, die genau das tun, sind klare Grenzen nötig. Allerdings müssen Sie diese mit etwas Fingerspitzengefühl kommunizieren. Machen Sie klar, dass Ihnen die Arbeit Freude macht und Sie diese gerne erledigen. Klären Sie, ob das nicht auch innerhalb der normalen Arbeitszeit möglich ist. Falls das nicht der Fall sein sollte, arbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Chef an Kompromissen, mit denen beide Seiten leben können. 
 
Eigene Leistungen anerkennen: Machen Sie sich an jedem Tag klar, was Sie geleistet haben. Belohnen Sie sich, wenn Sie besonders wichtige Ziele erreicht haben. So kann das Gefühl, im Vergleich zum Chef als Minderleister dazustehen, gar nicht erst Fuss fassen. 
 
Vorteile wahrnehmen: Workaholic-Chefs sind oft gediegene Experten, verfügen über erstklassige Kontakte oder können hochkarätige Projekte an Land ziehen. Wenn Sie sich für die richtigen Aufgaben anbieten, selbst Einsatzbereitschaft zeigen und bereit sind, von Ihrem Vorgesetzten zu lernen, kann das ein ordentlicher Karriereschub sein. 
 
Kompromissbereitschaft zeigen: Sturheit an der falschen Stelle schadet Ihnen und Ihren Arbeitskollegen. Also seien Sie bereit, mehr zu leisten, wenn es nötig werden sollte. Länger zu bleiben oder auch einmal ein Wochenende zu opfern, wenn ein arbeitsintensives Projekt ansteht, kann von Ihnen erwartet werden. Andererseits können Sie erwarten, dass es sich dabei um Ausnahmen handelt und nicht um den Dauerzustand. 
 
Die Erfahrung anderer nutzen: Ihre Arbeit stellt Sie jeden Tag vor neue Herausforderungen. Erfahrene Kollegen und sogar Ihr Chef können hier eine wertvolle Ressource darstellen. Profitieren Sie von deren Wissen und Erfahrungen und vermeiden Sie so zeitraubende Fehler. 
 
Gruppendruck vermeiden: Ist Ihr Chef im Dauereinsatz für die Firma? Tun es ihm einige Kollegen gleich? Lassen Sie sich davon nicht verrückt machen. Wenn Sie die anfallende Arbeit gut erledigen, mit Freude und Effizienz Ihre Aufgaben erledigen und wenn nötig, auch zu Mehrarbeit bereit sind, dann ist das ausreichend. Bitten Sie im Zweifelsfall einen erfahrenen Kollegen, den Sie schätzen, um ein ehrliches Feedback.