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Achtsamkeit: Die beste Prävention gegen Stress im Job

Veröffentlicht am 07.12.2020
Achtsamkeit: Die beste Prävention gegen Stress im Job
Angenommen, Ihr Chef fordert Sie vor dem Meeting auf, dass erst einmal alle im Plenum zwei Minuten schweigen. Was ein wenig esoterisch anmutet, nennt sich Achtsamkeit. Die hilft Ihnen, sich zu fokussieren und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Wie Studien gezeigt haben, ist es sehr hilfreich, mehr Achtsamkeit in den Berufsalltag zu integrieren. Mit diesen Tipps funktioniert es. 
Spüren Sie den Atem
Über den Atem führt der Weg ins Hier und Jetzt. Diese Praxis der Zenmönche können Sie einfach in Ihren Alltag integrieren. Ob am Schreibtisch oder im Tram auf dem Weg zur Arbeit - nehmen Sie einfach Ihren Atemfluss wahr oder wie sich der Brustkorb hebt und senkt. Damit erreichen Sie automatisch eine Beruhigung von Körper und Geist. Selbst wenn die Welt um Sie herum Kopf steht, bringen Sie sich mit dieser Miniauszeit unbemerkt von allen wieder in einen Zustand der Ruhe. Der Atem kommt selbst dann ins Spiel, wenn das Telefon klingelt. Nehmen Sie einen tiefen Atemzug bevor Sie abheben. Das bringt Sie in den Moment. 
 
Die Kunst der richtigen Gesprächsführung
Reden im Job - das ist oft bestimmt von hektischen Botschaften, die ohne Punkt und Komma auf einen einprasseln. Nehmen Sie sich selbst die Zeit, mit Bedacht zu reden. Schenken Sie auch Ihrem Gesprächspartner in Ihren Redepausen die notwendige Aufmerksamkeit. Das ermöglicht es Ihnen, Impulse und Nuancen wahrzunehmen. Sie werden erkennen, wann das Wort an Ihnen ist. Damit schaffen Sie nicht nur eine Gesprächsatmosphäre auf Augenhöhe, sondern Sie sind sich stets Ihrer eigenen Reaktionen bewusst. 
 
Auf eine Sache fokussiert sein
Sie erledigen eine Aufgabe, doch die Gedanken schweifen immer wieder ab. Zwischendurch erledigen Sie schnell etwas anderes, dann klingelt das Telefon und Sie haken im Kopf die Einkaufsliste ab oder echauffieren sich über den gewagten Dress der Kollegin. Zeit für einen Stopp, denn dieser Zustand hält Sie permanent in einer Hochspannung. Das macht Sie anfällig für Fehler. Richten Sie ihren Fokus nur auf das, was gerade bearbeitet werden will. Handelt es sich um eine ungeliebte Aufgabe, akzeptieren Sie den Widerstand und versuchen Sie trotzdem, einen Sinn in Ihrem Tun zu finden. 
 
Ärger kommen und gehen lassen
Ärger ist unvermeidbar - doch den Umgang mit Wut und Unmut hat jeder selbst in der Hand. Sie können dieses Gefühl ohnehin nicht verhindern. Schlüpfen Sie daher in die Rolle des unbeteiligten Beobachters und schauen Sie, wie der Ärger kommt und geht - denn das wird er. Ist der Kopf wieder frei, haben Sie neue Ressourcen, um die Lösung eines Problems gezielt anzugehen. Nehmen Sie dabei unbedingt auch die Perspektive des anderen ein. 
 
Einfach einmal dankbar sein
Ihr Gehirn liebt es, sich auf negative Dinge zu fokussieren. Zeit, dem Kopf einen Streich zu spielen und schlechte Vibes in gute Energie zu transformieren. Der Schlüssel dazu? Dankbarkeit. Doch wofür eigentlich, wenn die Arbeit Sie erschlägt und überdies der Haussegen schief hängt? Probieren Sie es mit den kleinen Dingen. Dankbar sein können Sie für die Tasse Kaffee am Morgen, das Gezwitscher der Vögel oder den Kuchen, den ein Kollege mitgebracht hat. 
 
Auszeit in der Mittagspause
Natürlich können Sie die Mittagspause mit Tratsch und Klatsch in der Kantine verbringen. Doch das zieht eher Energie ab, als Ihnen neue zu schenken. Probieren Sie es einmal mit einem Spaziergang. Nehmen Sie bewusst Ihre Schritte auf dem Untergrund wahr und schenken Sie der Sie umgebenden Natur Aufmerksamkeit. Gedanken, die Ihnen in den Kopf kommen, lassen Sie einfach ziehen. Beobachten Sie immer wieder einmal Ihre Atmung. Alternativ nutzen Sie die Mittagspause zur Meditation, gerne auch mithilfe einer App. 

In sich gehen
Sind Sie präsent oder sitzen Sie Ihre Zeit bis Feierabend einfach nur ab? Reflektieren Sie, warum Sie an diesem Arbeitsplatz sind, welche Ziele Sie verfolgen und welche Beiträge Sie leisten können. So schaffen Sie eine innere Distanz zum hektischen Trubel des Alltags und bleiben auf Ihre eigene Geschichte fokussiert. Dabei entspannt sich auch Ihr Körper und Sie laufen weniger Gefahr, die Fassung zu verlieren. Diese Innenschau unterstützt Sie ebenfalls dabei, Ihre persönlichen Grenzen zu finden und einzuhalten.