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Langzeitarbeitslosigkeit und ihre Folgen

Veröffentlicht am 01.10.2020
Langzeitarbeitslosigkeit und ihre Folgen
Langzeitarbeitslosigkeit ist kein unabwendbares Schicksal, auch wenn die finanzielle Situation bei vielen dramatisch ist, da die Jobsuche bereits mehrere Monate dauert. Wir zeigen Ihnen in dem Beitrag, was Sie persönlich tun können, um Ihr Berufsleben wieder in geordnete Bahnen zu lenken.
Einfluss von Alter und Bildung auf die Arbeitslosigkeit
Jüngste Statistiken von Eurostat zeigen, dass über 35 % der Schweizer Arbeitslosen bereits länger als ein Jahr auf Arbeitssuche sind und somit statistisch als Langzeitarbeitslose zählen. Dabei haben laut dem Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft der Zugang zu Bildung, das Alter sowie das Milieu des Betreffenden starken Einfluss auf das Risiko, jemals arbeitslos zu werden. Gemäss durchgeführten Untersuchungen liegt das Risiko bei den 15 bis 19-jährigen Arbeitslosen am höchsten, in die Langzeitarbeitslosigkeit abzugleiten, bei über 60-jährigen besteht diesbezüglichen ein Risiko von rund 40 %. Mangelnde Ausbildung wirkt sich ebenfalls stark auf die Dauer der Arbeitslosigkeit aus. So ist die Situation für jene Betroffene am schwierigsten, welche nicht einmal einen Pflichtschulabschluss vorweisen können.

Denken Sie über Ihren zukünftigen Job nach
Bevor Sie sich ans Bewerben machen, nehmen Sie sich die Zeit, ein wenig nachzudenken und zu reflektieren. Was will ich im Berufsleben erreichen? Welcher Job passt zu mir? Welche Stärken und Schwächen habe ich? Denn nur dann, wenn Sie sich über sich selbst im Klaren sind, kann es Ihnen gelingen, genau jene Stelle zu finden, die perfekt zu Ihnen passt und in der Sie Ihre Fähigkeiten optimal einbringen können.

Das Home Office als Alternative zur Langzeitarbeitslosigkeit
Das Arbeiten von zu Hause aus liegt nicht erst seit der Corona Pandemie im Trend. Untersuchungen zeigen, dass Jobinserate für den Home Office Bereich zwischen März und Juni 2020 um mehr als 35% zugenommen haben. Eine Entwicklung, die sich vor allem im IT-Sektor sowie am Bildungs- bzw. Schulungsbereich zeigt. Aber auch die Finanzbranche sowie der Medien- und Versicherungs-Sektor verzeichnen einen enormen Anstieg an zu besetzenden Stellen mit Home Office-Charakter. In diesen und in anderen Branchen haben sich die Möglichkeiten von zu Hause aus zu arbeiten, in den letzten Monaten mehr als verdoppelt.

Langzeitarbeitslosigkeit - ein Fazit
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es bei Langzeitarbeitslosigkeit sehr wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen. Suchen Sie Hilfe und Unterstützung bei externen Coaches oder bei den Spezialisten der Arbeitsvermittlung. Diese können auch gleich Ihre Bewerbungsunterlagen überprüfen und gegebenenfalls auf den neuesten Stand bringen. Ein aktuelles Foto vom Fotografen (keine Passbilder!) kann geradezu als Türöffner bei Personalchefs dienen. Pflegen Sie Ihr privates Netzwerk und seien Sie Neuem gegenüber aufgeschlossen, um sich bietende Chancen auf einen Arbeitsplatz nutzen zu können. Geben Sie dabei ehrliche Antworten über Ihre Arbeitslosigkeit. Wenn Sie flunkern, kommt es spätestens dann heraus, wenn Sie die Stelle antreten müssen. Sprechen Sie mit dem Personalisten ehrlich über Ihre Situation und berichten Sie, dass Sie niemals aufgegeben und sich auch weitergebildet haben. Schließlich ist Ihr Durchhaltevermögen, welches Sie während Ihrer beruflichen Auszeit bewiesen haben, auch ein gutes Argument im Job.