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Die Baustelle im Sommer: Das sind die Besonderheiten für den Arbeitnehmer

Veröffentlicht am 10.08.2020
Die Baustelle im Sommer: Das sind die Besonderheiten für den Arbeitnehmer
Arbeiten unter der Sonne? Das ist nicht immer ein purer Spaß. Denn Baustellenteams, die den ganzen Tag in sengender Hitze arbeiten, haben nicht die idealen Rahmenbedingungen für gesunde und effiziente Arbeit. Ein konsequenter Schutz ist im Sommer wirklich unverzichtbar. Die folgende Zusammenfassung bietet Ihnen einen kompakten Überblick zu diesem Thema.
Institutionen raten zu speziellem Arbeitschutz für die Sommermonate
 
Mit dem Thema der sommerlichen Baustelle haben sich auch die Beratungsstelle für Arbeitssicherheit (BfA) und der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) als kompetente Institution für die Branche des Baubereichs befasst. Denn die Bedingungen für Bauarbeiter in der heißen Jahreszeit, die durch diese Einrichtungen professionell unter die Lupe genommen wurden, sind nicht immer optimal. Die Sonneneinstrahlung für die bei Wind und Wetter in der Regel erprobten Profis im Bereich der Baustellen kann gesundheitlich negative Einflüsse haben und behindert auch die Arbeit. Das alles umso mehr, weil der warme Sommer meist dazu genutzt wird, ein hohes Volumen an Baustellen fertigzustellen beziehungsweise komplett abzuwickeln. Für die Bauarbeiter, die im Winter häufig nicht im Einsatz sind, bedeutet dies meist Mehrarbeit, die bei der Sonneneinstrahlung natürlich nicht nur ein finanzielles Plus generiert, sondern insbesondere auch belastend sein kann. Diese Bedingungen sind es, die den SBV und die BfA dazu veranlasst haben, einen hochwertigen Sonnen- und Hitzeschutz für die Baustellenarbeiter zu fordern. Von ihm würde alle profitieren: die Arbeiter gesundheitlich sowie Bauherren und Bauunternehmer durch die Aufrechterhaltung der gewohnten Effizienz beim Arbeiten.
 
Die Sommer werden immer wärmer
 
Die Statistiken für die Sommermonate demonstrieren eindrucksvoll, dass die globale Erwärmung auch in der Schweiz zu wärmeren Temperaturen geführt hat. In Studien, die für den Raum Zürich durchgeführt worden sind, hat sich beispielsweise herauskristallisiert, dass in den Hitzemonaten von Juli und August in der Regel mindestens jeder zweite Tag Temperaturen hatte, die das Thermometer bis 25° und wärmer gepusht haben. Für die Arbeiter im Bereich der Baustellen unter freiem Himmel bedeutet das, dass nicht ab und zu einmal ein wärmerer Tag die Arbeit umrahmt, sondern dass es in den Sommermonaten nun typisch ist, dass unter Hitzeeinfluss zu arbeiten ist. Die Konsequenz aus den wissenschaftlich verwirklichten Aufzeichnungen: Es ist ein Schutzkonzept für jede Baustelle im Sommer unverzichtbar. Denn nur damit kann effektiv umgesetzt werden, dass die Arbeiter gesund und leistungsfähig tätig sein können. Idealerweise ist dieses Konzept so entwickelt, dass es von verschiedenen Parteien für das Wohlbefinden der Bauarbeiter umgesetzt werden kann. Verantwortlich für diese Umsetzung sollten sowohl der Arbeiter selbst, der Bauherr und der Bauunternehmen des jeweiligen Bauprojekts sein. Denn es sind auch alle Beteiligten, denen der sommerliche Baustellenschutz erfreulichen Nutzen versprechen kann.
 
Die Belastungen der Somerbaustelle im Überblick
 
Es gibt drei Dinge, die das Arbeiten im Baustellenbereich in den Sommermonaten zu einer besonderen Belastung werden lassen können. Das sind zum einen natürlich die hitzigen Temperaturen. Sie bremsen nicht nur die Effizienz beim Arbeiten aus, sondern können auch gesundheitlich einen negativen Effekt auslösen. Durch Hitze verdunstet die Flüssigkeit, die für uns Menschen lebenswichtig ist. Wer dies nicht durch regelmäßiges Trinken ausgleicht, trocknet aus. Medizinisch wird dies als Dehydrierung bezeichnet. Die Folge sind Kreislaufprobleme. Auch in leichter Form sind diese unbedingt zu vermeiden. Denn für Bauarbeiter, der in der Höhe werkelt, ist uneingeschränkte Fitness das A und O. Auch die Ozonbelastung darf nicht vernachlässigt werden. Das Ozonloch ist heute zwar nicht mehr so oft als Thema präsent. Dennoch ist es vorhanden und kann dazu führen, dass die Atemwege der Arbeiter gereizt werden. Das ist insbesondere in den Nachmittagsstunden so. Das gilt auch für die Sonne, die ganz besonders nachmittags herunterknallt und die Arbeiter belasten kann. Auch Spätfolgen sollten in diesem Zusammenhang unbedingt berücksichtigt werden. Insbesondere ist ein konsequenter Hautschutz wichtig, damit eine effizienze Prävention in Sachen Hautkrebs für den Bauarbeiter umgesetzt werden kann.
 
Baustellen im Sommer: Das alles können Sie tun!
 
Aus den Rahmenbedingungen, die den Sommer im Baustellenbereich für die Arbeiter charakterisiert, leiten sich auch die Möglichkeiten ab, die ein konsequenter Schutz der Teams berücksichtigen kann. Die bedarfsgerechte Auswahl bezüglich der speziellen Anforderungen der Baustelle und ihrer Arbeit ist dabei das A und O. Besonders wichtig ist Flüssigkeit - insbesondere deshalb, weil die Bauarbeiter bei ihrer körperlichen Arbeit im Sommer besonders schwitzen. Dabei werden auch wichtige Elektrolyte, beispielsweise Magnesium und Kalium, herausgeschwitzt und dies kann beispielsweise zu Krämpfen und Kreislaufstörungen führen. Regelmäßiges Trinken, beispielsweise von Wasser und ungesüßten Kräutertees sowie Schorlen, ist wirklich wichtig. Dies kann durch den Arbeitgeber dadurch unterstützt werden, dass er im Baustellenbereich Wasserspender anbringt beziehungsweise Wasserkästen für seine Profis deponiert. Natürlich hat aber auch der Arbeiter selbst die Verantwortung für seinen Flüssigkeitshaushalt. Das gilt auch für den Sonnenschutz, den der Baustellenarbeiter mit einschlägigen Produkten sowie einem Helm sichert. Auch der Augenschutz ist wichtig. Die Sonnenbrille kann dafür ebenso eingesetzt werden wie UV-Folien, die die Scheiben von Baggerfahrzeugen und dergleichen für UV-Strahlung undurchdringlich machen. Auch organisatorisch kann ein Bauunternehmer beziehungsweise der Bauherr eine ganze Reihe von Dingen tun, damit die Arbeitsbelastung im Sommermonaten für die Arbeiter optimal gestaltet werden kann. Dazu zählen Ersthelfer, die Aufklärung der Mitarbeiter und eine Arbeitzeitgestaltung, die beispielsweise eher die kühleren Morgenstunden berücksichtigt.