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Motivationsschreiben: Macht es wirklich einen Sinn?

Veröffentlicht am 12.12.2019
Motivationsschreiben: Macht es wirklich einen Sinn?
Das Motivationsschreiben ist ein Bestandteil der Bewerbung, der nicht selten heiß diskutiert wird. Ist es wirklich sinnvoll oder kann vielleicht sogar darauf verzichtetet werden? Dieser kompakte Überblick informiert über alles Wichtige zum Thema.

Motivationsschreiben: Was bedeutet das?
Das Motivationsschreiben ist neben der Vita (= Lebenslauf) und den Zeugnissen (von Schule, Universität, Ausbildungsbetrieb oder Arbeitgebern) das dritte wichtige Element in einer Bewerbung. Vita und Zeugnisse sind Dokumente, die eher mit der fachlichen Eignung eines Kandidaten in Zusammenhang stehen. Sie sagen aber eher wenig über die Motivation eines Bewerbers aus. Wenn, dann nur partiell - zum Beispiel dann, wenn ein Bewerber für einen sozialen Beruf ehrenamtliches Engagement nachweist oder Arbeitszeugnisse einen motivierten Einsatz bescheinigen. Das Motivationsschreiben ist jedoch explizit dafür da, dass ein Bewerber verdeutlicht, warum er sich für den Job bei diesem Arbeitgeber bewirbt. Oft ist dies für die Personalexperten bereits der erste wichtige Hinweis darüber, ob ein Bewerber ins Unternehmen passen könnte und daher zum einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden sollte.
 
Eigene Formulierung statt Standard
Die Kompetenzen eines Bewerbers werden durch Aus- und Weiterbildungen sowie dem Einsatz als Fachkraft in einem Unternehmen deutlich. Doch die Standardisierungen, die es hier gibt, ermöglichen kaum Unterscheidungen. Weil in Arbeitszeugnissen oft Floskeln bei der Beurteilung eingesetzt werden, hat es der Personalveranwortliche nicht leicht, einen Eindruck zu gewinnen, der die Auswahl des effizienten Bewerbers effizient unterstützt. Mit einem Motivationsschreiben erhält der Bewerber eine einzigartige Möglichkeit darzustellen, warum genau dieser eine Job bei diesem einen Arbeitgeber seine Traumjob ist, in dem er sich motiviert engagiert. Zudem bezieht der Bewerber in einem Motivationsschreiben seine persönlichen Beweggründe auf diesen einen Arbeitsplatz. So können Personalverantwortliche sicher sein, dass er sich mit dem Unternehmen und dem Stellenangebot auch wirklich auseinandergesetzt hat. Eine Pauschalbewerbung ist mit diesem Element nämlich oft gut zu vermeiden.
 
Das optimale Motivationsschreiben: präzise, persönlich passgenau
Ungefähr eine DIN A4-Seite sollte ein Motivationsschreiben umfassen. Die Gründe, die für die Bewerbung ausschlaggebend waren, sollten präzise formuliert werden. Dabei sind Rechtschreibfehler wie in der übrigen Bewerbung natürlich tabu. Eine klare Struktur dient der Lesefreundlichkeit und demonstriert auch, dass man sich um das Thema Gedanken gemacht hat. Bei der Angabe der Gründe sollten natürlich diejenigen genannt werden, die für ein Unternehmen besonders bedeutsam sind. Dazu zählen ein hohes Interesse an den Arbeitstätigkeiten, ein Projekte des Unternehmens, das als besonders spannend beurteilt wird oder auch das Unternehmen selbst, der als optimaler Arbeitgeber für den Berufseinstieg nach der erfolgreich absolvierten Ausbildung eingeschätzt wird. Das Motivationsschreiben dient im Übrigen nicht nur dem potenziellen Arbeitgeber beziehungsweise dessen Human Resources-Abteilung. Es dient auch dem Bewerber selbst. Er kann für sich selbst noch einmal transparent beschreiben, was ihn an dem Unternehmen und dem Arbeitsplatz so begeistert - die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Jobeinstieg!