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Change Management - die Steuerung von Veränderungsprozessen

Veröffentlicht am 21.11.2019
Change Management - die Steuerung von Veränderungsprozessen
Veränderung im Arbeitsleben ist ein normaler Vorgang, der allerdings im Zuge der Digitalisierung in immer kürzeren Sprüngen verläuft. Neue Software wird eingeführt, Teams lösen sich auf oder bilden sich neu, die Geschäftsleitung ändert die Unternehmenstrategie. Solche Umstellungen lassen sich jedoch nicht von heute auf morgen realisieren, sondern erfordern Zeit und Energie. Hier kommt das Change Management zum Zuge. Es setzt die nötigen Prozesse in Gang und kommuniziert die Veränderung nach innen und aussen, um Widerstände bei den Mitarbeitern oder Kunden zu überwinden.
 
Definition von Change Management
Als Change Management bezeichnet man das Steuern von Veränderungsprozessen in Organisationen und Unternehmen. Die Veränderung kann unterschiedlicher Natur sein. Es kann um die Verhaltensweisen der Mitarbeiter untereinander gehen, um überholte Strukturen im Betrieb oder um die Strategie des Unternehmens. Dem Change Management stehen verschiedene Konzepte, Methoden und Massnahmen für die Umsetzung von Veränderungen zur Verfügung.
 
Die 4 Phasen des Change Managements
Für eine sinnvolle Struktur werden die Veränderungsprozesse im Change Management häufig in vier Phasen unterteilt. Diese sehen wie folgt aus:
 
1. Analysephase: Feststellung des Ist-Zustandes und Anschub zum Umdenken in der Geschäftsleitung
2. Designphase: Festlegung geeigneter Massnahmen für die Veränderungen
3. Umsetzungsphase: Umsetzung der geplanten Massnahmen
4. Reflexionsphase: kritische Prüfung der Massnahmen in regelmässigen Intervallen mit der Möglichkeit zum Gegensteuern 
 
Kommunikation als zentrales Element des Change Managements
Damit die Veränderung gelingt, muss einer der wichtigsten Aspekte des Change Managements stets berücksichtigt werden: die Kommunikation zwischen allen beteiligten Parteien. Diese muss anschlussfähig sein, das heisst, sie muss von den Teilnehmern als sinnvoll angenommen werden und weitere Kommunikation nach sich ziehen. Sie sollten allerdings darauf achten, dass innerhalb des Unternehmens eine gesunde Balance von Distanz und Nähe zwischen Führungskräften und Mitarbeitern gewahrt bleibt.
 
Es kann unter Umständen erforderlich sein, alte Kommunikationsroutinen neu zu gestalten, zum Beispiel mit Feedbackgesprächen, die an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst werden, oder mit moderierten Rückblicken auf gelungene Projekte.
 
Vor allem aber unterstützt eine offene und transparente Kommunikation den Aufbau von Vertrauen. Dies ist notwendig, denn Vertrauen ist die Voraussetzung für den Erfolg einer Veränderung.
  
Change Management braucht Ziele
Was ist die beste Methode, um Ihre Ziele zu bestimmen? Fragen. Fragen Sie Ihr Umfeld, Ihre Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, in welchem Bereich Veränderungen Sinn machen würden oder dringend erforderlich sind. Der ständige Dialog nach aussen und innen gewährleistet, dass Sie auf dem Laufenden bleiben und die Zeit für Veränderungen und die entsprechenden Massnahmen erkennen können.
 
Manchmal hilft auch ein externer Berater. Da er von aussen kommt, kann er unbefangen und neutral an Problemstellungen herangehen. Er sollte aber keine vorgefertigten Konzepte mitbringen, sondern sich unvoreingenommen auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens einstellen können.
 
Veränderungen fordern heraus
Veränderungen lösen zunächst immer Unsicherheit aus. In komplexen Strukturen wie Unternehmen benötigen Sie einen langen Atem, um Ihre Vorstellungen durchzusetzen. Change Management läuft nicht ohne Hindernisse und Probleme ab. Vor allem dürfen Sie nicht dem Wunschdenken erliegen, dass Sie stets die volle Kontrolle über alle Prozesse haben. Parallel zu der Erklärung für anstehende Veränderungen sollten Sie als Führungskraft auf die Bereiche hinweisen, in denen Stabilität gewährleistet bleibt.
 
Im Zuge eines Change Managements sollte mit einer Änderung der Abläufe auch eine Neuausrichtung der Unternehmenskultur einhergehen. Hier sind einmal mehr die Führungskräfte gefragt. Sie müssen ihren Gestaltungsspielraum erkennen und ihr Selbstbild regelmässig mit ihrem Fremdbild abgleichen, zum Beispiel in Feedback gebenden Mitarbeitergesprächen.