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Bewerbungsverfahren: Was Sie tun können, wenn das Feedback ausbleibt

Veröffentlicht am 15.06.2020
Bewerbungsverfahren: Was Sie tun können, wenn das Feedback ausbleibt
Sie haben Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen für Ihren Traumjob losgeschickt, doch das Unternehmen zeigt keine Reaktion? Was das bedeutet und ob Sie nach dem Stand der Bewerbung fragen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag. 
Immer mehr Bewerber bemängeln, keinerlei Rückmeldung von einem Unternehmen zu erhalten. Vorausgesetzt, dass alle Unterlagen korrekt abgegeben und adressiert wurden, lässt ein derartiges Vorgehen eindeutige Rückschlüsse auf die Unternehmenskultur zu. Manchmal erwarten Bewerber auch zu viel. Eine Feedback nach drei Tagen zu erhalten ist utopisch. Im Schnitt benötigen Unternehmen drei bis sechs Wochen für eine Rückmeldung. Bleibt die Antwort auf die Bewerbung aus, hat das manchmal ganz einfache Gründe wie ein erhöhtes Arbeitsaufkommen oder Urlaub des Personalers. Unter dem Strich eine aufreibende Zeit, denn Sie wissen nicht, ob Sie sich weiter Hoffnungen machen oder nach vorne schauen sollen. 
 
Wann ist es empfehlenswert nach dem Stand eines Bewerbungsverfahrens nachzufragen? 
Haben Sie sich bei einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen beworben, sollten Sie dem Personalentscheider mindestens eine Woche Zeit lassen, bevor Sie eine Nachfrage starten. Bei einem grossen Unternehmen gilt eine Wartezeit von zwei Wochen als angemessen. Sollten Sie mit dem Ansprechpartner in Social Media vernetzt sein, sehen Sie von Rückfragen auf diesem Kanal ab. Das gilt auch für WhatsApp oder SMS. Um sich nicht ins Abseits zu manövrieren, greifen Sie am besten zum Telefon und rufen den für Sie zuständigen Personaler direkt an. 
 
So erfragen Sie den Stand Ihrer Bewerbung 
Ist das Zeitfenster verstrichen, können Sie eine Nachfrage zum Stand des Bewerbungsverfahren bei dem jeweiligen Unternehmen starten. Die überwiegende Mehrheit der Personaler hat nichts gegen derartige Rückfragen. Erwischen Sie einen ungünstigen Moment, fragen Sie nach einer erneuten Erreichbarkeit. Ein eleganter Schachzug, um das Gespräch zu eröffnen ist eine Frage zur ausgeschriebenen Stelle oder zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens. Alternativ bringen Sie noch einmal Ihr Interesse an der Stelle zum Ausdruck und fragen nach der Möglichkeit eines vorläufigen Feedbacks. Auch wenn der Personaler schlecht gelaunt ist, bleiben Sie höflich und wirken Sie auf keinen Fall verzweifelt. Verzichten Sie darauf, scheinbare Trümpfe wie drei weitere Positionen, die Sie in Aussicht haben, aus dem Ärmel ziehen. Das wirkt das arrogant und wird in den seltensten Fälle dazu führen, dass Sie eine verbindliche Auskunft erhalten. 
 
Das Unternehmen meldet sich nicht - was nun? 
Eine traurige Erfahrung, die immer mehr Bewerber machen: Telefonische Rückfragen sind nicht zielführend und auch postalisch meldet sich das Unternehmen später nicht. Lassen Sie sich davon nicht frustrieren. Checken Sie noch einmal Ihre Bewerbungsunterlagen auf Vollständigkeit und suchen Sie weiter nach Stellen, die zu Ihnen und Ihren Qualifikationen passen. Wenn Sie ständig am Ball bleiben, pflegen Sie nicht nur Ihre Motivation, sondern erhöhen gleichzeitig Ihre Chancen, bei einem anderen Unternehmen das begehrte Vorstellungsgespräch zu erhalten.