Alles auf Null. Alles auf Anfang.

Job-Tipps 22. Dezember 2016
Alles auf Null. Alles auf Anfang.
Vom Reset mit 50+.
Von ersten Schritten, Hürden und Chancen.

Lebewohl, alter Job: Noch vor wenigen Wochen hielten Sie sich für die Stütze Ihres Unternehmen. Heute sind beurlaubt, freigestellt, gekündigt. Alles ein schlechter Film?
Tagtäglich erhalten wir Dossiers von älteren Arbeitnehmern, Bewerbungen von Menschen, die jahrelang ihrer Firma die Treue hielten, die ihren Mann und ihre Frau standen. Die Gefühle fahren Achterbahn. Doch man hat schon ganz andere Krisen gemeistert, das Leben geht weiter. „Keine Sorge.

Spätestens in acht Wochen bin ich wieder in Lohn und Brot.“ Oder: „Mit meinen Erfahrungen dürfte das kein Problem sein.“ Die Realität sieht da draussen anders aus. Ganz anders.
Männlich, 53 Jahre, 167 Bewerbungen.

Drei Interviews, dann endlich eine Zusage. Was ist passiert? Elementares. Der Klassiker „Ausbildung – Berufstätigkeit – Pensionierung“ ist zum Auslaufmodell geworden. Die Digitalisierung tut ihr Übriges und der Arbeitsmarkt macht es den Jungen wie den Älteren nicht leicht. Befristete Jobs, pro-jektgebundene Engagements der IST-Zustand ist alles andere als rosig.

Unser Rat: Durchatmen, auf den imaginären Baum klettern und von aussen die eigene Lage betrachten. Denn –Achtung, Plattitüde! – in jeder Krise steckt eine Chance. So gross die Zukunftsangst ist, so deutlich stellt sich auch die Frage nach dem Plan B. Dazu muss sich keiner neu erfinden. Es reicht aus, wenn Sie Ihre Fähigkeiten und Ihre persönliche Situation be-, über- und durchdenken.
Babyboomer wurden bisher von beruflichen Einschnitten verschont. Ihre Karriere glich einer an-steigenden Geraden – langsam, aber sicher ging es Schritt für Schritt aufwärts. Dass sie über die Jahre ihrem Unternehmen verbunden waren, ist die logische Konsequenz. Nur, firmenspezifisches Wissen schränkt ein.

Drücken Sie auf die Tube!

Fakt ist: Wer älter als 50 Jahre ist, braucht einen langen Atem bis zur nächsten Anstellung. Warum? Das fragt sich selbst die Wissenschaft. Unsere tägliche Praxis zeigt, dass es einfach länger dauert. Deshalb empfehlen wir Ihnen diese Tipps:

Werden Sie aktiv.
Betrachten Sie Ihre Stellensuche als Job. Halbherziges Suchen wird nix.

Nutzen Sie sämtliche Kontakte.
Jeder hat ein Netzwerk. Mund-zu-Mund-Propaganda bzw. Vitamin B funktionieren immer noch am besten. In der Schweiz erst recht.

Prüfen Sie Ihr Dossier.
Lebenslauf vollständig? Foto ansprechend? Motivationsschreiben überzeugend? Zeugnisse vorhanden und aussagekräftig?

Reflektieren Sie sich.
Wann sassen Sie das letze Mal in einem Interview? Was sind Ihre Stärken bzw. Schwachstellen? Besondere Qualifikationen?

Sammeln Sie sich.
Emotionale Auskünfte über ihren letzten Chef sind absolut tabu. Benennen Sie lieber die Ergebnisse und den Nutzen Ihrer geleisteten Arbeit.

Sie stecken fest?

Kein Grund zum Verzweifeln. Fragen Sie jemanden, der sich damit auskennt – bestenfalls einen Profi. Der Anruf beim Personalberater ist weder ein Eingeständnis von Unzulänglichkeit noch ein Hilferuf, sondern eine Investition in Ihre berufliche Zukunft. Wir kennen den Markt, wissen um Hürden und geben Ihnen ein ehrliches Feedback. Mitunter zeigen schon kleine Feinschliffarbeiten am Dossier Erfolge. Oft reichen schon zwei Coachingstunden für ein sicheres Auftreten. Bisweilen genügt es, zusammen einen realistischen Plan für die nächsten Jahre zu fassen.

Sie müssen sich nicht neu erfinden, sondern aktiv auf die Turbulenzen der Arbeitswelt reagieren. personalfokus bestärkt Sie darin.
personalfokus AG