Absage bekommen? Interview vergeigt?

Job-Tipps 19. Februar 2016
Absage bekommen? Interview vergeigt?
Alles halb so wild!

Gute Gründe um aufzustehen, die Krone zu richten und weiterzugehen.
Üben, üben, üben.
Haben Sie schon einmal ein Kleinkind bei Laufen lernen beobachtet? Was haben Sie gesehen? Geballte Neugier auf die Welt? Eine Kämpfernatur? Bis Babys auf eigenen Beinen stehen, passiert Folgendes: hinfallen, hochziehen, aufstehen, vorwärtsgehen. Dieses Prozedere geschieht bis zu 100 Mal am Tag! Laufen lernen ist von hochkomplexer Natur. Gehirn, Rückenmark, Muskulatur – bis sie alle perfekt zusammenspielen, wird den Kindern vor allem eines abverlangt: Frustrationstoleranz. Die Fähigkeit, Niederlagen (fast ohne Blessuren) einzustecken, wird in frühester Kindheit bereits erworben. Oder vielleicht doch nicht?

Enttäuscht sein ist okay.
Das Gefühl ein Verlierer zu sein gehört dazu, die Rolle des Opfers eher nicht. Peter Sloterdijk, phi-losophischer Autor und Impulsgeber gesellschaftlicher Debatten, sieht den Menschen als „Homo artista“. Sind wir alle Akrobaten? Im übertragenen Sinne schon. Denn, wer übt, probiert täglich aufs Neue, prüft seine Fähigkeiten und nimmt die Sache nicht persönlich. Für diejenigen, die gerade einen Karriereknick erleben oder hinter sich haben, bedeutet das: Scheitern füllt das Konto der Lebenserfahrung. Meistens zeigt die Zeit, welchen Lerneffekt die Absage/ die Schlappe/ das Misslingen brachte. Es kommt also auf die innere Einstellung an. Wer sich festbeisst, um des Durchhaltens willen, hat schlechte Karten. Wer sich von Zeit zu Zeit ehrlich hinterfragt, ob Job/ Umfeld etc. wirklich zu den eigenen Ansprüchen passen oder genügen, ist klar im Vorteil. Als Folge treten die äusseren Faktoren in die zweite Reihe. Innere Klarheit ermutigt die Sicht auf eigene Stärken bzw. Schwächen; sie ermöglicht den Wechsel der Perspektive. Sir Boyle Roche, britischer Parlamentarier, formulierte den Wert der Niederlage so: „Enttäuschungen sind die Amme der Weisheit.“

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.
Niederlage? Emotionen sortiert? Alles wieder auf Anfang? Respekt. Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Bewerber verunsichert oder demoralisiert wieder in den Ring steigen. Manche machen einfach so weiter, manche kennen ihre tatsächlichen Qualifikationen nicht. Solch ein Neubeginn schränkt die Möglichkeiten auf Erfolg ein. Hand aufs Herz, haben Sie einen Plan B parat?
Resiliente Menschen, innerlich starke Personen, entwickeln Alternativen. Es ist ihr Wesen, sich anzunehmen und nach Lösungen zu suchen. Im Part der Opferrolle sind sie glatt fehlbesetzt. Warum? Weil sie konstruktiv mit dem Misserfolg umgehen und das Format besitzen, das Leben als fortlaufenden Lernprozess zu sehen. Wer lernt, konzentriert sich auf eine neue Lektion. Dazu gehört, das nächste Mal besser vorbereitet zu sein, durchdachter ins Interview oder einfach etwas weniger siegessicher ins Rennen zu gehen.
Wie das geht? Nutzen Sie die Sicht eines unabhängigen, professionellen Dritten. Arbeiten Sie mit unserer Erfahrung an Ihrer Zukunft!

 
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