Strategie 2: Spontane Bewerbung

Job-Coach 17. Juli 2017
Strategie 2: Spontane Bewerbung
Aktive Bewerbung, Spontanbewerbung oder auch Blindbewerbung nennt man eine Bewerbungsmethode, bei der man Unternehmen, die einen interessieren, mit einer Dossier bestückt.
"Bei einer aktiven Bewerbung weiss man gar nicht, ob die Firma überhaupt eine Stelle zu besetzen hat". Oder: "Wenn die Firme eine Stelle besetzen will, dann schalten sie ein Inserat. Alles andere ist sinnlos".
Dies sind die meistgehörten Argumente, wenn man Bewerberinnen und Bewerbern aktive Bewerbungen empfiehlt. Aber stimmt das auch? In der Schweiz ist  die Wahrscheinlichkeit über eine Spontanbewerbung eine Stelle zu finden statistisch gleich gross wie über ein Inserat. Bei der ausgeschriebenen Stelle weiss man, dass der Job frei ist, dafür hat man sehr viele Mitbewerber. Bei der Spontanbewerbung weiss man das nicht, ob ein Job frei ist, aber wenn ja, dann ist die Konkurrenz klein.
Wichtig bei aktiven Bewerbungen ist, dass Sie sich die Unternehmen  aussuchen, die für Sie in Frage kommen. Da gibt es sicher wesentlich mehr als Jobinserate. Und Sie müssen auch nicht jedes Dossier bezüglich der Erwartungen anpassen. Nennen Sie Ihre Stärken und Ihre Fähigkeiten, die wichtig für die Aufgabe sind. Das passt dann für alle Bewerbungen. Individuell erstellen müssen Sie lediglich die Empfänger.

Versuchen Sie zu recherchieren, wer als Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner zuständig ist. Ein Brief mit "sehr geehrte Damen und Herren" landet sicher im Müll. Konsequenterweise gehen dann auch Sammelmails nicht, abgesehen davon, dass die sowieso ins Spam ausgesiebt werden.

Per E-Mail das Dossier verschicken, lediglich Motivationsschreiben und Lebenslauf. Verzichten Sie vorläufig auf weiteren Anlagen. Damit belasten Sie den Mailserver Ihres Empfängers nicht zusätzlich. In das Mailfenster schreiben Sie dann , dass Sie Ihre gesamte Bewerbung, also Zeugnisse und mehr, gerne auf Anfrage zumailen. Kommt dann eine Anfrage, dann haben Sie einen Fisch an der Angel. Und wenn sich Ihr potentieller Arbeitgeber nicht meldet, dann dürfen Sie nach zehn bis 14 Tagen ruhig einmal zum Telefon greifen und nachfragen.
 
Ingo Kleinheisterkamp hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist Ausbilder mit eidg. FA. Er arbeitet seit über zwölf Jahren erfolgreich als akkreditierter  Jobcoach in der Schweiz und Liechtenstein.
Weitere Informationen unter www.1a-bewerbung.com.
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